KARSAMSTAG

Gemeinsam erinnern der DGB Kreis Soest, die IG Metall Hamm-Lippstadt, die Stadt Lippstadt und das Int. Rombergpark-Komitee jährlich am Karsamstag an die 13 ermordeten (Zwangs-)Arbeiter der ehemaligen Lippstädter Union. 

Diese wurden in den Ostertagen 1945 kurz vor Ende des Krieges von Nazi-Schergen im Dortmunder Rombergpark getötet. Damals fanden Friedrich Sprink, Stefan Freitag, Franz Schultenjohann, Franz Engelhardt, Johann Liebner, Albert Klar und die französischen Zwangsarbeiter Edouard Abejean-Uguen, Robert Geoffroy, Léon Chadirac, Robert Deyredk, Paul Deleforge-Burette, Léon Deloor und Robert Vanderyssen den Tod.

Auch am Grab der ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter auf dem Erwitter Friedhof legen die Gewerkschaften zur Erinnerung einen Kranz nieder. Am Ostersonntag 1945 waren acht Zwangsarbeiter von einem Volkssturmmann des »Freicorps Sauerland« an der Hellwegkreuzung erschossen worden.

Über die Gedenkveranstaltung 2022 berichtet das Int. Rombergpark-Komitee in seinem Jahresbericht. Hier finden Sie den Auszug.


Was war, können wir nicht mehr ändern.
Aber es darf nie wieder geschehen.
Margot Friedländer


„Kameradschaft“ – Spielfilm von G. W. Pabst (1931)

"Kameradschaft" (D 1931, 88 min) ist einer der bekanntesten Filme des legendären Regisseurs Georg Wilhelm Pabst, der zusammen mit Fritz Lang, F. W. Murnau und Ernst Lubitsch zu den bedeutendsten Regisseuren der Weimarer Republik gehörte. Nach der Verfilmung von Brechts "Dreigroschenoper" entstand "Kameradschaft" als filmischer Aufruf zur Völkerverständigung. In den Hauptrollen sind u. a. Alexander Granach und Ernst Busch zu sehen. 

Die Deutsche Kinemathek schreibt über den Film: "In einer Kohlegrube nahe der deutsch-französischen Grenze kommt es zu einem Unglück, bei dem französische Bergarbeiter verschüttet werden. Unter Lebensgefahr helfen französische und deutsche Arbeiter gemeinsam bei der Bergung der Kumpels, ungeachtet der Ressentiments und feindlichen Stimmung, die nach dem Ersten Weltkrieg auf beiden Seiten der Grenze fortbestehen. Der Film beeindruckt durch die klaustrophobischen Aufnahmen aus dem Stollen und die realitätsnahe Darstellung des Bergarbeitermilieus. Darüber hinaus ist er ein Plädoyer für Völkerverständigung vor dem

​Bild: Deutsche Kinemathek

Hintergrund des aufkommenden Nationalsozialismus."

Samstag, 4. April 2026, 16 Uhr, Eintritt frei; mehr Infos bei der Synagoge Lippstadt.

​Bild: Deutsche Kinemathek


Informationen zum Gedenkstein

In Vertretung für alle Organisationen legen am Karsamstag 2021 Britta Peter (IG Metall, rechts), Sabine Pfeffer (stellv. Bürgermeisterin Stadt Lippstadt) und Holger Schild (DGB, links) Kränze am Gedenkstein gegenüber dem Hauptportal der St. Josephkirche nieder.

Zu den «Endzeitverbrechen im Kreis Soest» gibt es eine Broschüre, die Sie kostenlos bei der IG Metall Hamm-Lippstadt und beim DGB Kreis Soest bekommen können.

Im Internet finden Sie die Broschüre hier als PDF-Dokument und hier als Webpage. Zur Erinnerung an die Ereignisse im Jahre 1945 haben wir eine eigene Website geschaffen: www.Der-Gedenkstein.de.