Die Deportation unserer MitbürgerInnen
„Für den ersten Transport mußten sich die Juden, es waren 11 Personen, auf dem Marktplatz versammeln. Sie durften nur einen Koffer und wenig Handgepäck mitnehmen. Zum Teil sollen sie mehrere Kleidungsstücke übereinander getragen haben, um so mehr von ihrer Kleidung mitnehmen zu können. Sie wurden auf dem Markt nach möglichen Wertsachen abgetastet und dann von zwei Polizisten zum Bahnhof gebracht.
Auf dem Bahnhof mußten die Juden auf den Zug warten, der um die Mittagszeit aus Anröchte kam. Es waren nur wenige, etwa 5-6, Erwitter dort, um sich von den Juden zu verabschieden. Außerdem wurde von den Polizisten jeder Kontakt zwischen den Juden und den wenigen Freunden, die noch gekommen waren, verhindert.“
aus: «Die jüdische Gemeinde Erwitte», Clemens Böckmann, 1986
Planten gemeinsam das Gedenken auf dem Marktplatz am 28. April (von links): Christoph Koerdt (Stadt Erwitte), Michael Wiesner (DGB), Kristin Objartel (KulturOrt Erwitte), Wiebke Finster (Gymnasium), Martin Thannheiser (Stadt Erwitte), Johannes Plaßmann (KulturOrt Erwitte) und Kai Günther (Heimatverein).Stolpersteine
In einer gemeinsamen Aktion haben der Heimatverein Erwitte und das Städtische Gymnasium für die Verlegung von Stolpersteinen in der Kernstadt gesorgt. Seitdem werden sie auch durch den Heimatverein und SchülerInnen regelmäßig gereinigt. Hier erfahren Sie mehr dazu.
