Die »Kaufmannsvilla« der Familie Schüler
Ein Stück Alt-Erwitte wurde am 3. Adventswochenende 2023 zerstört. Das Haus an der Lippstädter-Str. Nr. 6 wurde durch ein Feuer zerstört und wurde abgerissen.
Zur Geschichte
Emanuel Schüler, ein jüdischer Kaufmann und Händler, betrieb in Erwitte einen Agrarhandel. Er erbaute die stattliche Villa inklusive zahlreicher Nebengebäude wohl vor 1866, wie alte Karten zeigen. Das Gelände hatte dank Drehscheibe sogar einen eigenen Bahnanschluss an die WLE-Strecke. Schüler’s Sohn Richard starb 1927 kinderlos, sodass das Gelände und Landhandelunternehmen an Theodor Jungeblodt verkauft wurde. Dieser betrieb den Agrarhandel weiter, ehe die Fa. Wittekind das ganze Areal käuflich erwarb. In den 1960 und 1970er Jahren wurde das Gebäude u.a. als Wohnhaus für Mitarbeiter der Fa. Wedekind genutzt. Die rechts angrenzende Scheune wurde bei einem Feuer Ende Dezember 1978 zerstört und anschließend abgetragen. Seit etwa 40 Jahren stand das Gebäude leer und verfiel mehr und mehr.
