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DGB KREIS SOEST

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Kranzniederlegung_2020

Eigentlich gibt es Karsamstags für die ermordeten (Zwangs-)Arbeiter der ehem. Lippstädter Union eine Gedenkfeier – in diesem Jahr fiel diese Feier aus, in einem stillen Gedenken erinnerten der DGB Kreis Soest, die IG Metall Hamm-Lippstadt, die Stadt Lippstadt und das Int. Rombergpark-Komitee an die 13 Ermordeten. Diese wurden in den Ostertagen 1945 kurz vor Ende des Krieges von Nazi-Schergen im Dortmunder Rombergpark getötet. Damals fanden Friedrich Sprink, Stefan Freitag, Franz Schultenjohann, Franz Engelhardt, Johann Liebner, Albert Klar und die französischen Zwangsarbeiter Edouard Abejean-Uguen, Robert Geoffroy, Léon Chadirac, Robert Deyredk, Paul Deleforge-Burette, Léon Deloor und Robert Vanderyssen den Tod. In Vertretung für alle Organisationen legten Britta Peter (IG Metall, rechts) und Holger Schild (DGB, links) Kränze am Gedenkstein gegenüber dem Hauptportal der St. Josephkirche nieder. Auch am Grab der ermordeten sowjetischen Zwangsarbeiter auf dem Erwitter Friedhof legten die Gewerkschaften zur Erinnerung einen Kranz nieder. Am Ostersonntag 1945 waren die acht Zwangsarbeiter von einem Volkssturmmann des »Freicorps Sauerland« an der Erwitter Hellwegkreuzung erschossen worden. Zu diesen Endzeitverbrechen gibt es eine Broschüre, die man kostenlos bei IG Metall und DGB bekommen kann..

In einer gemeinsamen Gedenkveranstaltung erinnern DGB, IG Metall und Stadt Lippstadt seit vielen Jahren an die ermordeten (Zwangs-)Arbeiter der ehemaligen Lippstädter Union.

Doch in diesem Jahr ist es nicht möglich, diese Gedenkveranstaltung am Karsamstag durchzuführen. „Sie ist verschoben!“, betont DGB Kreisvorsitzender Holger Schild ausdrücklich. Und statt des traditionellen Gedenkens gibt es nun eine Internetseite, auf der sich alle Interessierten über den Gedenkstein informieren können: Unter der Adresse www.Der-Gedenkstein.de haben die Gewerkschafter die Informationen zusammengefasst, die sie bislang als Broschüre (aktuell in der dritten Auflage) vorgelegt haben.
Zusätzlich gibt es jetzt auch eine Ausstellung über die Endzeitverbrechen der Nazis im Kreis Soest, die kostenlos ausgeliehen werden kann – wenn nach der Pandemie wieder Ausstellungen und Veranstaltungen ohne Gesundheitsgefahr möglich sind. Erstmals sollte sie in den Räumen der IG Metall in Lippstadt präsentiert werden, auch diese Premiere ist verschoben worden, so Britta Peter, 1. Bevollmächtigte der heimischen Metaller.
Die Broschüre kann übrigens auch noch bestellt werden: Die notwendigen Angaben dazu sind auf der Internetseite hinterlegt.

Der Gedenkstein