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Wir halten den Betrieb besetzt

07. September, 20:15 Uhr:

Wir halten den Betrieb besetzt

Am 10. März 1975 wurde in Erwitte Arbeits-kampfgeschichte geschrieben: Beschäftigte des Zementwerkes Seibel & Söhne besetzten angesichts drohender Entlassungen das Werk – es war eine der ersten Betriebsbesetzungen in der Geschichte der Bundesrepublkik Deutschland. Die Besetzung führte in den folgenden Monaten und Jahren zu einer Prozesslawine, denn bürgerliche Eigentumsrechte wurden in Frage gestellt. 


Die Filmemacher Edith Marcello und David Wittenberg dokumentierten diesen Arbeitskampf im Jahr 1975 in enger Zusammenarbeit mit den Beschäftigten und ihren Familien; der Konflikt initiierte eine starke Politisierung der Ehefrauen der Zementwerker, die begannen, ihre traditionellen Rollen zu hinterfragen.

Für das «Vorprogramm» zur Dokumentation konnten wir die Vorführrechte für zwei Berichte des politischen TV-Magazins «Monitor» erwerben. Am 24. März 1975 berichtete «Monitor» unter dem Titel «Streik als Notwehr» und am 28. Juli 1975 unter dem Titel «Die Zementarbeiter von Erwitte» über das heimische Streikgeschehen.

Übrigens: Wir suchen Dokumente und Informationen zum Streik! Haben Sie historische Fotos oder Flugblätter von damals? Kennen Sie jemanden, der so etwas besitzt? Erinnern Sie sich an den Streik oder wurde Ihnen davon erzählt? Dann melden Sie sich bitte bei uns: Post@Kino-im-Stadtpark.de oder unter 0173 279 20 92.

«Erwitte-Lied» - gesungen von Fasia Jansen bei Aktionen 1975 in Erwitte

Wollen Sie mehr über Fasia Jansen, eine afrodeutsche Liedermacherin aus Hamburg und Oberhausen, erfahren? Dann finden Sie hier Details Über sie und ihr Leben, zusammengetragen von Michael Zachcial im Interview auf CORSO, einer Sendung im Deutschlandfunk. Das Gespräch führte Kolja Unger, gesendet wurde der Beitrag unter dem Titel: «Intersektionales Vorbild - die afrodeutsche Liedermacherin Fasia Jansen». Hier erfahren Sie mehr.

Ausriss aus: Der Patriot, Ausgabe 02. Mai 1975.